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Whistleblower sind „große Helden“: Gysi und Dagdelen besuchen Snowden in Moskau

© AP Photo / UncreditedUS-Whistleblower Edward Snowden
US-Whistleblower Edward Snowden - SNA, 1920, 08.12.2020
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Der Chefaußenpolitiker der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, und seine Kollegin Sevim Dagdelen haben nach Angaben der Fraktion US-Whistleblower Edward Snowden in Moskau besucht.
Beide hätten sich im Rahmen einer Dienstreise am Wochenende mit dem dort im Exil lebenden Snowden „zu einem ausführlichen Gespräch“ getroffen, hieß es am Montag laut DPA.
„Whistleblower wie Edward Snowden sind keine Kriminellen, sondern große Helden, die Missstände und Verbrechen aufdecken“, äußerten Gysi und Dagdelen.
Die strafrechtliche Verfolgung Snowdens verbiete sich damit. Es sei beschämend und Ausdruck falscher US-Verbundenheit, dass die Bundesregierung und die EU Snowden nicht Schutz und Sicherheit vor US-Verfolgung garantierten.
Edward Snowden hatte 2013 Dokumente zu Ausspäh-Aktivitäten des US-Abhördienstes NSA und seines britischen Gegenparts GCHQ an Journalisten gegeben. Auf der Flucht über Hongkong wollte er nach eigenen Angaben nach Ecuador, strandete aber in Moskau am Flughafen, nachdem die US-Regierung seinen Reisepass annulliert hatte. Snowden bekam Asyl in Russland.
Im August 2014 erhielt er eine dreijährige Aufenthaltserlaubnis, mit der er nicht nur innerhalb Russlands, sondern auch ins Ausland reisen konnte. Im Januar 2017 wurde seine Aufenthaltserlaubnis bis 2020 verlängert. Im Oktober 2020 erhielt er eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis in Russland. Snowden wird laut seinem Anwalt demnächst die russische Staatsbürgerschaft beantragen.
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